Die Spreu vom Weizen trennen! – Oder was bedeutet Bremseffizienz?
Die Bremspumpe
Beginnen wir mit der Bremspumpe oder genauer gesagt dem Hauptbremszylinder, der die Verbindung von der Hand oder dem Fuß zur Bremszange überträgt.
Die meisten Fahrzeughersteller verbauen heutzutage Handbremspumpen, die für den Straßengebrauch sehr gut zu gebrauchen sind. Die beiden üblichen Systeme sind die axialen und radialen Bremspumpen, wobei die serienmäßig verbauten „radialen“ Bremspumpen eigentlich keine echten radialen sind. Eher halbradial; eine Art Kompromiss zwischen axial und radial aufgrund des Winkels zwischen Pumpenkörper und der Richtung der Kraft, die auf den Hebel wirkt.

Das elementar Wichtige ist der Unterschied der Kolbendurchmesser: Rennhauptbremszylinder haben normalerweise größere Kolben, um ein größeres Volumen der Flüssigkeit zu bewegen. Dies bedeutet auf den Punkt gebracht, bei gleicher Handkraft am Hebel entspricht dies einer höheren Bremskraft.
Außerdem ermöglichen optimierte mechanische Verhältnisse (z.B. schwimmende Kolben und veränderbares Anlenkmoment) und die radiale Struktur, die angewandte Kraft am Hebel besser zu dosieren, die mehr „anpassbare“ Bremskraft erzeugt. Eine gute Bremspumpe sollte das Gefühl vermitteln, als halte man „die Bremszangen in den Händen“.
Die Unterschiede einer serienmäßigen Bremspumpe im Vergleich zur radialen Racingbremspumpe:
- Bessere Geometrie für optimierte Kraft/hydraulische Verhältnisse
- extrem kleine Fertigungstoleranzen aller einzelnen Bauteile
- kleinere neutrale Bewegung aller Bauteile
- Materialien mit höherer Qualität
- Gewichtsminimierung / leichter
Text
Thomas Nützl
TGP Racing
Fotos
Martin Spiecker | Brembo
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