Die Spreu vom Weizen trennen! – Oder was bedeutet Bremseffizienz?
Die Bremszangen
Hauptaufgabe dieser Komponenten ist es, die Kolben mit 100 Prozent jenes mit der Bremspumpe erzeugten Drucks mit kleinstmöglicher Deformation und ohne Verlust zu übertragen.
Radiale Montage, CNC Herstellung, Monoblock Konstruktion … all diese Verfahren wurden entwickelt, um die Steifigkeit konstant zu steigern und somit die Bremssystemeffizienz.
Radial montiert ist deutlich steifer als axial montiert!
Eine radiale Bremszange hat weniger Biegemoment (es findet weniger Bewegung der Scheibe statt), und dies garantiert eine höhere Kraft und mehr gleichförmige Abnutzung von Bremsbelägen.
Die Auswahl und Verarbeitung der Materialien spielen dabei eine große Rolle. So ist zum Beispiel eine gefräste Monoblockzange viel steifer als eine zweiteilige Zange, gerade wenn sie thermisch belastet werden. Je höher die Temperatur, desto mehr geht die Schere auseinander, in der die Zange den eingeleiteten Druck weiterleiten kann. Schon ab +150°C sind die Verluste durch das konstruktionsbedingte „weich“ werden enorm.
Je präziser und stabiler eine Bremszange, die Kolben, die Kolbentaschen und deren Rückholmechanismus ausgelegt sind, desto mehr Druck erzeugen sie auf die Beläge und somit auf die Scheibe.
Bei Racingzangen sind hochwertigste Materialien noch genauer verarbeitet. Das macht sie ohne Frage teurer, aber wer am Limit bremst, kann natürlich keine Kompromisse eingehen.
Text
Thomas Nützl
TGP Racing
Fotos
Martin Spiecker | Brembo
CIRCUIT
