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Shoppen in England – Reifenwärmer unter der Lupe

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Motorradfahren ist kein preiswertes Hobby. Umso erfreulicher ist es, wenn sich beim Kauf diverser Zubehörprodukte richtig Geld sparen lässt. Vor allem in Zeiten von Globalisierung und Internets macht es oft Sinn, auch auf die Angebote ausländischer Anbieter zu achten, denn gerade bedingt durch Währungsschwankungen lässt sich der eine oder andere Euro sparen.

Die Circuit-Redaktion hat sich „international“ auf die Suche nach Reifenwärmern begeben und sich das Ziel gesetzt, die Märkte nach einem günstigen Angebot abzusuchen.

Die USA zum Beispiel locken mit einem guten Dollar-Kurs. Aber über den großen Teich ist es weit und für den Import fallen oft hohe Transport- und Verpackungskosten sowie Steuer und Zoll an. Das macht etwaige Schnäppchen schnell wieder uninteressant.

Fündig wurden wir schließlich im Nachbarland England, wo Motorsport eine große Tradition hat. Das britische Pfund ist für uns derzeit so günstig wie selten zuvor, sodass wir unter ebay.co.uk. für unter 90 Pfund einen Satz neuer „Tyre Warmers“ fanden. Bei dem Preis waren wir zunächst recht skeptisch. Also haben wir nicht einfach auf den „Buy“-Button gehauen, sondern erst einmal mit dem Anbieter Kontakt aufgenommen. Das erfreuliche Ergebnis: Wir sprachen nicht mit Internet-Abzockern, sondern mit ausgesucht höflichen (was sollte man von Engländern auch anderes erwarten?) Mitarbeitern der Firma Holroyd Components, die uns bereitwillig Auskunft über ihr Produkt gaben.

Die erste Frage, wie es zu dem unglaublichen Preis kommt, beantwortete man mit dem Argument, dass der ebay-Vertrieb vom Erzeuger direkt erfolgt. Kein zwischengeschalteter Groß- oder Einzelhändler verdient dabei. Dazu kommt: Es ist noch nicht so lange her, da stand das englische Pfund weniger gut für uns, sodass der Preis an sich nicht aufregend gewesen wäre. Im Augenblick liegt der Kurs aber nahe 1:1.

Die Argumente überzeugten uns und wir haben bestellt. Vier Tage später brachte der UPS-Bote den Karton mit ordentlich verpackten und unversehrten Racetech-Reifenwärmern.

Technische Details

Hergestellt werden die Reifenwärmer von der britischen Firma Holroyd Components Ltd. Saffron Walden in Südost-England. Dort baut man seit über 25 Jahren elektrische Industrie-Heizelemente und ist spezialisiert auf Silikonbeschichtungen.

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Die Racetech-Reifenwärmer sind in allen gängigen Größen erhältlich. Sie sind vorgeformt und passen sich leicht dem Reifenprofil an. Das Auf- und Abziehen mit elastischen Kordeln und Velcro-Pads geht schnell und leicht von der Hand. So kann man die Wärmer bis zur letzten Sekunde vor dem Turn auf den Reifen lassen und erst kurz vor Start abnehmen. Die Außenhaut aus gestepptem Polyester garantiert eine perfekte Wärmeisolation, gleichmäßige Wärmeverteilung und schnelles Aufheizen. Ein Thermostat ist integriert.

Die Heizelemente sind doppelt Silikon-beschichtet. Innen sind die Reifenwärmer mit Baumwollfaser ausgekleidet. Über den Ein- oder Aus-Zustand informiert ein rotes Lämpchen. Erhältlich sind die Reifenwärmer in den Farben Schwarz, Blau oder Rot. Für Clubs, Läden und Teams lohnt sich die Möglichkeit eines individuellen Logo-Aufdrucks, der für wenige Euro angeboten wird. Die Wärmer werden in einer platzsparenden wasserdichten Transporttasche geliefert. Holroyd Components gibt 12 Monate Garantie auf seine Produkte.

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Wir haben die Racetech Tyre Warmers von Reinhold Dippold, ehemaliger IDM-Teamchef und derzeitiger Berater des Inghart-IDM-Teams ausprobieren lassen. Der Motorradhändler und Vollblut-Racer hat vermutlich schon so oft Reifenwärmer auf- und abgezogen wie einige von uns ihre Unterhosen. Auch er staunte über den günstigen Preis und die gute Qualität. Am Handling hatte er nichts auszusetzen. Die Racetech ließen sich problemlos auf die nagelneue CBR600 RR aufziehen. Mit den elastischen Kordeln konnten die Wärmer vorn und hinten leicht angepasst werden. Innerhalb von rund 30 Minuten waren die Gummis auf Temperatur. Holroyd Components empfiehlt 40 Minuten bis zur perfekten Temperatur. Wer seinem eigenen Geschick beim ersten Einsatz nicht vertraut, bekommt eine kleine Gebrauchsanweisung mitgeliefert. Diese ist allerdings in Englisch.


Der Artikel stammt aus:

CIRCUIT MAGAZIN 02 - 2009

CIRCUIT Heft 2.2009

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Stefan Eichhorn
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